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die nordstory
Dicke Pötte an der Kaje – Bremerhaven

12. Oktober 2018, 20:15 Uhr im NDR

In Bremerhaven wird der Kai im Hafen als Kaje bezeichnet. Von dort aus werden jährlich 5,5 Millionen Container umgeschlagen. Die Terminalbetreiber sind stets mit dem Ausbau beschäftigt, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Das Hafenbecken wurde extra erweitert, damit auch die modernen Containerriesen von bis zu 400 Metern hier wenden und anlegen können.

Wenn das Megaschiff „Mærsk Mc Kinney Møller“ mehrere Tausend Container Ladung löschen will, sind die Abläufe im Hafen minutiös geplant. Denn Liegezeit ist teuer. Das merkt auch Kiara James. Sie absolviert ein freiwilliges soziales Jahr in der Seemannsmission. Dabei macht sie Bordbesuche und arbeitet im Seemannsclub Welcome. Die Seeleute sind oft froh, einfach mal ein bisschen schnacken zu können und mal ein anderes Gesicht zu sehen, so ihre Erfahrung.

Autoterminal: „Eine Faustbreit Platz zwischen den Spiegeln“
Bremerhaven ist auch ein wichtiges Drehkreuz für die Verschiffung von Automobilen. Mehr als zwei Millionen Fahrzeuge werden hier jährlich umgeschlagen, auf dem größten Parkplatz Europas ist Platz für 95.000 Pkw. Isabella Grochowska arbeitet als Fahrerin auf dem Autoterminal und parkt Neuwagen auf engstem Raum in den riesigen Spezialschiffen ein. Bei vielen Modellen gilt die „Faustformel“, eine Faustbreit Platz zwischen den Spiegeln, mehr Abstand darf nicht bleiben!

Frauen in einer Männerdomäne
Für viele Menschen sind die Häfen von Bremerhaven ein ganz besonderer Arbeitsplatz. Und auch wenn die Branche von Männern dominiert ist, trifft man viele starke Frauen, die sich in unterschiedlichen Jobs im Hafen behaupten: Saskia Klockow ist Matrosin auf einer Baggerschute und will bald Schiffsführerin werden. Die Schute transportiert den Hafenschlick, der zuvor vom Eimerkettenbagger aus dem Hafenbecken gebaggert wurde, zur Entsorgung nach Bremen.

„Die norstory“ bietet ungewöhnliche Einblicke hinter die Kulissen des viertgrößten Universalhafens Europas.